Lakritznasenliebe - ich vermisse Pfoten, die nach Popcorn duften
- Ruth

- vor 6 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Erinnerungsblog für Bailey ❤️🐾
Am 27. Juni 2025 ist unser Bailey über die Regenbogenbrücke gegangen.
Fast 14 Jahre lang hat er unser Leben begleitet und bereichert. Ein Jahr später möchte ich mit diesem Beitrag an ihn erinnern – an einen ganz besonderen Hund, an gemeinsame Wege, an die Liebe, die bleibt, und an Pfoten, die nach Popcorn duften.

Manchmal vermisse ich ihn so sehr, dass es fast weh tut.
Dann denke ich an sein seidiges Fell. An seine großen braunen Augen. An die Art, wie er vor uns saß und ganz selbstverständlich ein zusätzliches Leckerli einforderte.
Und ich denke an seine Pfoten. Sie dufteten nach Popcorn.
Wer nie mit einem Hund gelebt hat, wird jetzt vielleicht den Kopf schütteln oder auch schmunzeln. Wer einen geliebten Vierbeiner an seiner Seite hat oder vielleicht schon einmal ein geliebte Haustier gehen lassen musste, versteht vermutlich sofort, was ich meine.
Am 27. Juni 2025 haben wir Bailey gehen lassen.
Um 16.15 Uhr machte er seinen letzten Atemzug.
Ein Moment, den ich nie vergessen werde.
Fast 14 Jahre war er an unserer Seite.
Bailey war kein Jammerer. Selbst als das Alter ihm manches schwerer machte, trug er vieles mit einer stoischen Gelassenheit, die ich immer bewundert habe. Er klagte nicht. Er nahm die Dinge, wie sie kamen.
Er war einfach da.
Verlässlich.
Treu.
Mitten im Leben.
Fast 14 Jahre lang teilte er mit uns die guten Tage und die weniger guten. Er war dabei, wenn wir lachten. Er war da, wenn Sorgen unser Leben bestimmten. Er stellte keine Fragen, erwartete keine Erklärungen und schaffte es doch, alles ein wenig leichter zu machen.
Manchmal genügte es, wenn er einfach nur neben einem lag.
Seine Nähe hatte etwas Beruhigendes. Etwas, das keine Worte brauchte.
Und abends, wenn der Tag langsam zur Ruhe kam, ließ er oft einen tiefen Schnaufer hören, bevor er einschlief.
Für mich klang das immer wie eine kleine Botschaft:
„So, geschafft. Es war ein guter Tag. Morgen schauen wir weiter.“
Damals habe ich darüber oft geschmunzelt. Heute gehört auch diese Erinnerung zu den Dingen, die ich vermisse.
Wenn Menschen über Tiertrauer sprechen, hört man manchmal den Satz „Es war doch nur ein Tier.“
Aber für mich fühlt sich dieser Satz nicht fair an.
Bailey war kein „nur“.
Er war ein Lebewesen.
Ein Freund.
Ein Familienmitglied.
Ein treuer Begleiter auf einem langen Stück meines Lebensweges.
Wer ein Tier geliebt hat, weiß, dass Trauer nicht fragt, ob jemand zwei Beine oder vier Pfoten hatte.
Sie fragt nur, wie tief die Verbindung war.
Acht Wochen nach Baileys Abschied wurde unser kleiner Julius still geboren.
Das war viel Trauer in einer sehr kurzen Zeit.
Zwei Abschiede.
Zwei geliebte Wesen.
Und zwei Lücken, die bis heute spürbar sind.
Verluste lassen sich nicht gegeneinander aufwiegen. Jede Verbindung ist einzigartig. Aber jedes Lebewesen, das wir lieben, hinterlässt einen Platz in unserem Herzen. Und wenn dieser Platz plötzlich leer bleibt, nennen wir das Trauer - die stille Sehnsucht nach dem, was einmal selbstverständlich war.
Heute, ein Jahr nach seinem Abschied, ist die Trauer um Bailey leiser geworden.
Aber sie ist noch da.
Manchmal begegnet sie mir in einer Erinnerung.
In einem Foto.
In einem vertrauten Gedanken.
Oder in dem Wunsch, noch einmal durch sein seidiges Fell zu streichen.
Und manchmal habe ich das Gefühl, dass er ganz nah ist.
Nicht sichtbar.
Aber spürbar.
Und bin dankbar.
Dankbar für fast 14 gemeinsame Jahre.
Für seine Treue.
Für seine Gelassenheit.
Für seine Liebe.
Und für die vielen kleinen Erinnerungen, die geblieben sind.
Liebe verschwindet nicht, wenn jemand geht.
Bailey ist nicht mehr an unserer Seite.
Aber in unseren Herzen hat er seinen festen Platz behalten.
Für immer.
Und manchmal riechen meine Erinnerungen sogar nach Popcorn. ❤️🐾









